Hotelzimmer mit vollwertiger Küche, Spül- und Waschmaschine? Sieht so die ideale Unterkunft für Familienurlaub in der Stadt aus? Das sahen wir uns im Wiener „Adina Apartment Hotel Vienna Belvedere“ genauer an. Hier unsere Bewertung – und eine Bucketlist für Familien
Welche Familie kennt das nicht? Ein Hotel-Städteurlaub mit Kindern, die dem Beistellbett entwachsen sind, geht schnell ins Geld. Das Frühstück im Hotel ist selten ein Schnäppchen, wenn es nicht im Preis inbegriffen ist. 25 bis 30 Euro pro Kopf sind die Regel. Geht man mittags zu viert in ein „preiswertes“ Restaurant, lässt man dafür in Wien, Paris, Amsterdam oder Berlin ruckzuck 120 bis 150 Euro liegen.
Und abends? Wieder dasselbe Spiel. Wer will sich im Urlaub schon mit Pizza to go, Kebab oder Burger vollstopfen? Selbst das ist für vier Personen mit Getränk kaum unter 50, 60 Euro zu haben. Also wieder ins Restaurant. Dazu zwischendurch ein, zwei Sightseeing-Pausen im Bistro oder Café. Da kommt jeden Tag ein hübsches Sümmchen zusammen, auch ohne Eintritte und Nahverkehrstickets.
Also doch ab und an selbst „kochen“, Cup-Noodles, schnelle Pasta mit Öl und Parmesan, Tiefkühlpaella aus der Mikro oder schnelles Curry aus der Pfanne? Wer wegen teilweiser Selbstversorgung für eine Ferienwohnung entscheidet, beginnt den Tag mit der Zubereitung des Frühstücks und Abspülen. Nicht selten wurstelt man mit Omas alten Pfannen auf dreckigen Herdplatten und in kleinen Spülbecken herum und wackelt auf Stühlen von der Haushaltsauflösung ums Eck zum Abendessen. Das sorgt nicht für Urlaubsstimmung und kostet wertvolle Zeit. Hinkt dann noch die Hygiene in der Unterkunft, hat der Spaß schnell ein Ende.
Was ist die Alternative? Die Sowohl-als-auch-Lösung, der Hotel-FeWo-Hybrid. Apartment-Hotels wie das „Adina Apartment Hotel Belvedere Vienna“ oder „Serviced Apartments“ kombinieren die Vorteile von Hotels und Ferienwohnungen.
Auf den ersten Blick (Lobby-Lounge, Rezeption, Bar, Frühstücksbüffet, gut möblierte, saubere Zimmer mit großem Bad, TV und Safe) wirken diese wie „normale“ Hotels. Auf den zweiten Blick punkten sie mit alltagstauglicher Ausstattung: Küchenzeile mit Herd, Backofen, großem Kühlschrank, Waschmaschine und Geschirrspüler.
Gute Argumente für Apartment-Hotels wie die der Kette „Adina“, die ihre Wurzeln in Australien hat und weltweit 40 Apartment-Hotels betreibt, davon 18 in Deutschland und Österreich. Die europäischen Standorte sind samt und sonders attraktive Städteurlaubs-Ziele: Wien, München, Hamburg, Köln, Frankfurt, Berlin, Budapest, Kopenhagen. Machen wir den Check…
Wie ist die Lage des „Adina Apartment Hotel Vienna Belvedere“
Besser geht’s nicht. Vom Wiener Hauptbahnhof sind wir über die Canetti-Straße in wenigen Minuten im 290 Meter entfernten „Adina Apartment Hotel Vienna Belvedere“. Das wissen nicht nur jene zu schätzen, die spät abends und mit viel Gepäck im neuen Bahnhof ankommen.
Nur 130 Meter sind es zur überdachten Haltestelle der Straßenbahnlinie D, die Wien-Besucher in 15 Minuten bequem zur Station Burgring bringt. Von dort geht man nur wenige Schritte zum Museumsquartier, zur Hofburg, zur Albertina und zum Kunsthistorischen Museum, alles Wiener Top-Sehenswürdigkeiten.
Das „Adina Apartment Hotel Vienna Belvedere“ bietet im 10. Wiener Gemeindebezirk 115 Studios (32 bis 34 Quadratmeter) sowie 17 One-Bedroom-Apartments (33 bis 36 Quadratmeter) und zwei knapp 60 Quadratmeter große Two-Bedroom-Apartments mit eigener Terrasse, gesondertem Wohnzimmer und zwei Bädern.
Check: Wie sind die Zimmer des „Adina Apartment Hotel Vienna Belvedere“?
Unser One Bedroom Apartment verfügt über ein großes Badezimmer mit Dusche und Badewanne, separates WC. Das Bett ist bequem und groß. Laminatboden. Raumhohe Fenster. Dazu eine Küchenzeile mit Geschirrspüler, Waschmaschine, großem Kühlschrank, Herd und Mikrowelle mit Backofenfunktion sowie ausreichend Töpfe, Pfannen, Teller etc. Kapsel-Espressomaschine (Kapselnachschub kostenlos), Wasserkocher und French-Press-Kaffeemaschine.
Waschmittel, Tabs etc. werden gestellt. Bügelbrett und Bügeleisen sind auf jedem Zimmer. Uns gefällt, dass der reguläre Zimmerservice erst nach drei Übernachtungen kommt, es sei denn, man wünscht eine höhere Frequenz. Das schont die Umwelt und man kann auch mal etwas Krempel herumliegen lassen. Frische Handtücher, Kaffeekapseln oder Badbedarf kann man jederzeit an der Rezeption nachordern.
Das knapp 32 Quadratmeter große Studio unserer Tochter neben ist fast genauso ausgestattet, nur mit WC im Bad und ohne Badewanne. Shampoo und Duschgel sind aus fairem Handel. Einige Studios und Apartments haben Verbindungstüren.
Was bietet das „Adina Apartment Hotel Vienna Belvedere“ sonst noch
Das „Adina Apartment Hotel Vienna Belvedere“ ist eines von sieben Hotels in Wien mit Pool. Dieser ist mit zehn Metern recht kurz und schnell so voll, dass man Schwimmen vergessen kann. Es sei denn, man steht sehr früh auf. Dazu gibt es eine finnische Sauna und einen kleinen Wellnessbereich.
Ein Mini-Shop im Restaurantbereich „the pantry“ bietet Snacks, Tiefkühlpizza und das Nötigste zum Selberkochen. Wer mehr will und braucht, ist in zehn Minuten beim „Billa Plus“ am Hauptbahnhof.
Ganz oben auf dem siebten Stock des „Adina Apartment Hotel Vienna Belvedere“ wartet ein Rooftop. Wer sich einen exzellenten Cocktail mit Blick auf das abendliche Wien gönnen will, geht aber am besten ums Eck ins Hotel „Andaz“. Die dortige „Aurora Rooftop Bar“ auf der 16. Etage bietet einen wirklich tollen Aus- und Überblick.
Was kostet eine Nacht im „Adina Apartment Hotel Vienna Belvedere“?
Der Preis für ein One Bedroom Apartment beginnt bei 240 Euro pro Nacht, für ein Studio mit Sofabett starten die Raten bei 190 Euro pro Nacht. Weitere Infos sowie aktuelle Preise gibt es auf der offiziellen Website des Adina Apartment Hotel Vienna Belvedere.
Bucketlist: Was sollte ich mit Kids in Wien ansehen?
Schloss Schönbrunn
Keine 35 Minuten mit Tram und U-Bahn vom „Adina Apartment Hotel Vienna Belvedere“ entfernt und nicht nur für Sisi-Fans sehenswert. Tickets vorab reservieren, am besten die Grand Tour. Die kostet zwar saftige 34 Euro für Erwachsene und 24 Euro für Kinder, ist es aber wert.
Infos zu allen Ticketkategorien für Schönbrunn gibt es hier: schoenbrunn.at
Streetart am Donaukanal
Coole Murals rechts und links des Kanals, ab Frühjahr locken einige „Strandbars“, ein Abschnitt der Uferpromenade wurde Anfang 2025 komplett neu gestaltet mit Sitzinseln, Grünflächen und neuen Bike-Lanes. Die Streetart stammt von lokalen und internationalen Künstlerinnen. Wer wenig Zeit hat, geht von der Schwedenbrücke bis zur Rotholzbrücke, mit mehr Zeit startet man bei der Urania-Sternwarte.
Hier liegt auch das „Flex“, einer der angesagtesten Clubs der Stadt. Und beim Schwedenplatz wartet im Sommer ein Badeschiff mit Bar, Sonnendecks und einem 27 Meter langen Pool. 25 Minuten zu Fuß und mit der U1 vom „Adina Apartment Hotel Vienna Belvedere“ entfernt. Spannende Einblicke und gute Tipps zum Thema auf der Website von Wien wien.info
Kunsthistorisches Museum KHM
Das KHM ist eine Goldgrube und man sieht immer auch viele Kinder und Jugendliche vor den Werken von Bruegel, Rembrandt, Vermeer, Velázquez, Rubens, Tizian, Caravaggio und Dürer stehen. Wiens beeindruckendstes und pompösestes Café findet sich unter der prächtigen Kuppel im Historismus-Stil mit Marmorsäulen, viele Stukkaturen und Goldverzierungen. Eine Melange und ein Apfelstrudel dort sind ein Muss.
Tipp: Gar nicht erst daran denken, alles beim ersten Besuch zu sehen: Wir reden hier von 90 Schauräumen mit 8.000 Exponaten in der Dauerausstellung. 20 Minuten mit der Tram D vom Belvedere. Genaue Infos zu den Ausstellungen auf der Website khm.at des Kunsthistorischen Museum Wiens
Green Door
Dieses Bistro in der Hofburg und nur 30 Meter vom Schmetterlingshaus ist ein klasse Tipp für hungrige Familien: frische, gesunde Zutaten, saisonal und nachhaltig sowie Abwechslung lautet das Konzept. Die Preise sind für die gebotene Menge und Qualität wirklich klasse: Wir hatten Salat mit Roten Rüben, Walnüssen und gegrilltem Ziegenkäse für 11,90 Euro und einen Shawirma Teller it Huhn, Tahina, Krautsalat und Hommos, auch 11,90 Euro. Tagesmenü mit Suppe ab 9 Euro. Mehr auf der Website des Green Door.
Schmetterlinghaus
Das Schmetterlinghaus im Burggarten, quasi „hinter“ der Albertina, zeigt frei flatternde tropische Schmetterlinge im prachtvollen Jugendstil-Gewächshaus. Über 500 Schmetterlinge fliegen frei zwischen exotischen Pflanzen und Wasserfällen herum: Himmelsfalter mit leuchtend blauen Flügeln, Postmannfalter (schwarz-rot gemustert), Monarchfalter, Großer Bananenfalter und der zartgelbe Zitronenfalter. Geöffnet täglich, April–Oktober 10–18 Uhr, November–März 10–16 Uhr. Mehr Infos gibt es unter schmetterlinghaus.at
Stephansdom
Auch wer mit Religion und Kirche nichts am Hut respektive Cap hat – das gotische Prachtstück muss man gesehen haben, auch von innen. Unbedingt Ticket für den kostenpflichtigen Bereich lösen, dort geht es viel weniger gedrängt und voll zu.
Nicht verpassen:
1) Hochaltar von 1647 mit dem Bild der Stephanus-Steinigung
2) Kunstvolle spätgotische Kanzel von Pilgram (1515)
3) Tor-Eingang mit romanischen Figuren
4) Orgel mit über 12.000 Pfeifen
5) Katakomben mit Habsburger-Überresten
6) Wiener Neustädter Altar aus dem Jahr 1447 von Hans Pleydenwurff. Ein Paradebeispiel für die späte Gotik und eines der wertvollsten Kunstwerke des Doms
7) Südturm. Mit 136,7 Metern der höchste Turm Wiens. Von 1368 bis 1433 errichtet. Nach 343 Stufen warten ein 360-Grad-Blick über Wien und die 21 Tonnen schwere Glocke Pummerin
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