Die USA gehören zu unseren Schwerpunktthemen. Hier siehst du im Überblick alle relevanten Reportagen, Reisetipps und Listicles zu den USA, die wir vor Ort recherchiert haben
TWA Hotel JFK. Zwischenstopp Retro
Das TWA-Terminal am JFK ist ein Portal in die goldene Ära des Fliegens. Jahrzehnte stillgelegt, erwachte Eero Saarinens futuristische Ikone 2019 als Hotel zu neuem Leben. Wer eintritt, landet in einer Zeit, in der Reisen noch Herzklopfen bedeutete Wenn es so etwas wie „Love at first flight“ gibt, dann ist TWA meine erste große Liebe. Ich war sechs Jahre alt: Transatlantikflug-Premiere, ein Fensterplatz und die Frage, ob ich dem Captain im Cockpit Hallo sagen wolle? Aufgeregt brachte ich kein Wort heraus – aber die blinkenden Knöpfe, der lächelnde Pilot und die knallroten Anzüge der Stewardessen brannten sich in meinem Gedächtnis ein. In den frühen 1980ern – pre-9/11 – war Fliegen…
Minnesota. Der ultimative Roadtrip
Mississippi calling! Keine Minnesota-Reise ohne den „Old Man River“. Unser Tipp: die Great River Road. Sie führt auf rund 565 Meilen von der Quelle bis zur Südgrenze und vereint Natur, Kultur, Geschichte und Outdoor im Land der 10.000 Seen Die Reise durch Minnesota beginnt im Itasca State Park, an der Quelle des längsten Flusses der USA. Am Lake Itasca, der etwa halb so groß wie der bayerische Tegernsee ist, stapft man barfuß durch das klare Quellwasser des Mississippi. An diesen sogenannten Headwaters ist der Fluss fünfeinhalb Meter breit, während er es am Lake Pepin zwischen Red Wing und Wabasha auf über drei Kilometer bringt. 3.778 Kilometer nach dem Lake Itasca mündet der…
Santa Monica Pier. Resistente Strand-Ikone
Santa Monica Pier ist ein quirliges Wahrzeichen von Los Angeles. Dabei war nicht immer alles so rosig wie der Sonnenuntergang. Denn die Gegend rund um die Seebrücke blickt auf eine bewegende Geschichte zurück – und überstand viele Gefahren. Sie sind über 100 Jahre alt, hölzern und doch elegant – aber leider stumm. Denn wenn die 44 Karussellpferde am Santa Monica Pier sprechen könnten, würden Hollywoods Klatschreporter Schlange stehen für eine Fahrt im Hippodrom. Immerhin haben hier Stars wie Sandra Bullock Filme gedreht, für Marilyn Monroe war der Ort eine Zuflucht, Joan Baez traf sich mit Boho-Freunden, Tarzan surfte die Wellen und ein junger Arnold Schwarzenegger ließ am Strand…
New Mexico. Weiße Wüste, rote Felsen
New Mexico wird nicht umsonst „Land of Enchantment“ genannt – bezaubernd ist hier vieles, vor allem die Natur. Aber auch Kunst, Gourmet und eine liberale Einstellung machen den US-Staat zum entspannten Reiseziel. „Bitte dreimal die goldene Banane antippen“, Sharmin Dharas überbringt den etwas seltsamen Hinweis mit einem Nicken in Richtung der goldenen Bananen-Kunst am Check-In des „Hotel Zazz“ in Albuquerque. Man möchte dem dritten Antippen noch ein „Simsalabim“ hinterherschieben, als sich plötzlich die Wand aus grünem Kunstgrass einen Spalt öffnet und zur Tür des hauseigenen Speakeasys, der „Z-Lounge“, wird. Albuquerque: Viel bunte Kunst von lässigen Locals Der kleine Raum ist…
New York. Buntes aus der Dose
Hohe Kunst oder Schmiererei? Graffiti polarisieren. In New York bringt ein Spaziergang mit Künstlern Farbe ins Touristenprogramm Etwas ratlos starren wir auf den schwarzen Metallzaun an einer stinknormalen Straßenecke an New Yorks Lower East Side. Von Kunst keine Spur. Oder doch? Bei genauerem Hinsehen schimmert da was … „Noch etwas weiter nach links, näher an den Zaun und nach rechts schauen“, rückt Gabriel Schoenberg die kleine Gruppe europäischer Touristen zurecht. „Ahhhs“ und „Ohhhs“ werden laut. Steht man richtig, blickt plötzlich ein Gesicht aus den Stäben hervor. „Das ist doch Steve Jobs, oder?“, fragt John, ein Endzwanziger aus London. Treffer. Schnell werden iPhones und…
Chicago. Work in Progress
Hart aber Flair: Wie sich Chicago immer wieder neu erfindet. Und wo was passiert. Bucket List mit 16 Must-sees Kein Hafen wie New York, keine Goldadern und kein Internet-Hype à la Silicon Valley: Die Geschichte von Chicago führt trotzdem tief ins Herz des einstigen Pionierlandes Amerika. Sie hat mit Rinderherden und Schlachthöfen zu tun. Mit einem Eisenbahnknotenpunkt und mit kühnen Hochhäusern am Ufer des Lake Michigan. Vor allem aber mit viel Energie. Immigranten aus Osteuropa trugen dazu bei. Musiker wie Muddy Waters oder B.B. King erfanden hier den Chicago-Blues, andere die berühmte Deep-Dish-Pizza. Urgestein der heute so trendigen Prohibition-Style Bars ist die einstige Al…
Seattle. Rock on!
Zwar ist Seattle oft von Wolken umgeben, Trübsal bläst aber keiner! Dafür gibt es zu viel zu entdecken, vor allem was Musik und Kunst angeht Plötzlich ist es ruhig. Während es vor ein paar Minuten von den Unterhaltungen der Museumsbesucher noch wie im Bienenstock gebrummt hat, scheint nun die Luft im Raum stillzustehen. „Da ist er“, flüstert eine Frau neben mir ehrfürchtig und macht einen Schritt nach hinten, dann einen nach vorne und letztendlich einen zur Seite – als wüsste sie nicht genau, wohin mit sich. Vor mir das gleiche Schauspiel: Jeder scheint von der plötzlichen Präsenz Dale Chihulys aus der Bahn geworfen. Dann teilt sich die Menge und der Meister selbst geht langsam…
New York. Big Apple, schön scharf!
Die Metropole inspiriert, begeistert – und kann ganz schön feurig sein. Drei Food-Neulinge, deren Gerichte New Yorkern (Freuden)-Tränen in die Augen treiben Wayan bedeutet „Erstgeborener“ auf Indonesisch und das passt in mehrfacher Hinsicht zum feinen, aber unprätentiösen Neuling in New Yorks quirlig-schicker Nolita-Nachbarschaft. Zum einen ist es Cedric Vongerichtens erstes eigenständiges Restaurant-Projekt (in New York ist er auch Küchenchef im Perry St.), zum anderen die erste Kollaboration mit seiner Frau Ochi Vongerichten. Wayan: Indonesische Aromen, französische Techniken Und, nicht zu vergessen: Der 39-Jährige ist selbst Erstgeborener und zwar der US-Kochlegende…
Kalifornien. SF and beyond
Der Norden von Kalifornien lockt Besucher von San Francisco mit Redwood-Wäldern, Spaß auf Baumwipfelhöhe, wildschöner Küste und feinen Weinen Die „City by the Bay“ muss und kann man entspannt zu Fuß erkunden. Nur so entdeckt man die volle Ladung „pures Amerika“ mit Feuertreppen, alten Billboards, shabby Convenience Stores, jahrzehntealten Ladenschildern, patinierten Bars und Diners, Skyscrapern aller Art und bunten Townhouses. Da kommen, mit Abstechern rechts und links, am Tag locker 15 Kilometer zusammen. Die große Runde durch SF startet im Schatten der Bay Bridge vor dem Ferry Building am Embarcadero mit seinem markanten Uhrturm. Dort legen alle Austernfans am besten…
