Hunderte Hügel, weite Blicke und viel Genuss am Wegesrand: Im oberösterreichischen Mühlviertel macht Biken richtig Laune. Erst recht mit dem neuen Projekt Velorama samt kuratiertem Streckennetz.
Manche Regionen entdeckt man am besten mit dem Auto, andere zu Fuß. Das Mühlviertel nördlich der Donau aber will man am liebsten anders erleben. Zu Fuß, mit dem Pferd oder, noch besser, auf zwei Rädern. Und genau hier setzt Velorama an: Das neue Tourismus- und Radprojekt startet 2026 mit dem Anspruch, eine der spannendsten Bike-Destinationen im Herzen Europas zu werden.

Die Voraussetzungen jedenfalls passen: Zwischen sanften Hügeln, aussichtsreichen Granitformationen, historischen Städtchen und überraschend wilden Naturkulissen entsteht gerade ein Netzwerk, das Genussradler ebenso anspricht wie ambitionierte Mountainbiker. Und vor allem Gravelbiker, von denen es derzeit immer mehr gibt. Der Velorama-Slogan dazu lautet: „Der Schotter ist bei uns aus Granit!“

Doch Velorama ist weit mehr als eine Sammlung neuer und abwechslungsreicher Strecken auf Teer, Wald, Kies und eben jenem Granit. Es ist eine Einladung, das Mühlviertel neu zu entdecken – entschleunigt, aktiv und mit jeder Menge Erlebniswert. Kurz gesagt: Velorama ist jener frische Rückenwind, der das Mühlviertel endgültig auf die Landkarte der europäischen Radreisenden bringt.

Was genau ist Velorama?
Radfahren konnte man zwischen Linz, Freistadt, Hochficht und Königswiesen schon immer gut, doch jetzt geht es noch besser, weil organisierter, konzentriert, kompakter. Seit Anfang 2026 bündelt die neue Website Velorama.at das umfangreiche Angebot an Gravelbike-, Rennrad- und E-Biketouren im Mühlviertel. In Summe stehen 108 Touren mit einer Gesamtlänge von rund 9.000 Kilometern und über 162.000 Höhenmetern zur Wahl, und das in abwechslungsreicher Kulisse. Bämm!




Ein besonderer Pluspunkt ist die Routenplanung, natürlich digitaler Art. In der interaktiven Karte lassen sich sämtliche Tourenparameter einstellen, von Kondition über Länge bis Höhenmeter. Zack, schon kommen eine Handvoll Vorschläge heraus! Und damit nicht genug: Velorama listet wertvolle Adressen, von Werkstätten über sichere Bike-Abstellplätze, Service-Points, Pumpstationen, Shuttledienste und Ladepunkte für E-Bikes bis hin zu Notdiensten. Kurz: Hier findet sich alles für sorgenfreies Fahren.

Was spricht noch für das Mühlviertel?
Jede Menge! Neben der Bike-Infrastruktur sorgt das kulturelle Erbe, von historischen Burgen und Ruinen bis zu handwerklichen Meisterwerken, ebenso für Aha-Momente wie die Landschaft. Die wird von klaren Bächen, dichten Wäldern, Hopfenfeldern und vor allem sanften Hügeln geprägt. Das ergibt nicht nur eine attraktive Kulisse, sondern ein einmaliges Trainingsrevier. Mal ziehen sich die Anstiege länger, mal kürzer, aber fad wird es nie.

Kilometerlange ebene Strecken existieren ebensowenig wie ewige Passanstiege. Außerdem wartet extrem variantenreicher Untergrund, von Teer über Schotter bis hin zu Wiesenpfaden. Oft rollt man (beinahe) autofrei auf Güterwegen dahin. Das bedeutet: ideal fürs Training, ideal für jeden Bedarf. Schließlich ist für alle etwas dabei: von „easy peasy“ bis „richtig knackig“.

Ein weiterer großer Pluspunkt: Im Mühlviertel ist nicht so viel los. Overtourism? Nein, danke. Staubildung oder gefährliches Auto-Radfahrer-Gemenge wie mitunter auf Mallorca oder manch italienischen Alpenstraßen? Fehlanzeige! Und dennoch finden sich genügend Bike-Gleichgesinnte.

Insbesondere bei den 21 Radgastgebern, die unter Velorama gelistet sind. Dass diese Unterkünfte was von Gravel- und Rennradflow verstehen, merkt man. An allem. An der Einstellung, an der Infrastruktur im und ums Haus, am bikegeschulten Personal und daran, dass stets vor Ort mindestens eine Rundtour startet.



3 starke Gravel-Touren
1. „Drei Länder voller Schotter“
73 km, 1.355 hm, mittel, Dauer: knapp 6 Stunden. Rundtour ab/bis Ulrichsberg im oberen Mühlviertel.
Diese Route ist etwas für Grenzgänger, im wahrsten Sinne. Schließlich führt die Rundtour durch das historische Grenzland von Österreich, Bayern und Tschechien. Besonders eindrucksvoll sind die langen Passagen entlang des Schwarzenbergschen Schwemmkanals und die Nähe zum Moldaustausee. Das Besondere: Mit einem Schotteranteil von über 40 Prozent führt die Strecke überwiegend über kleine Waldwege, Forststraßen und bestens ausgebaute Radwege. Klassische Straßen hingegen werden fast vollständig vermieden. Graveler-Herz, was willst du mehr?
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2. Tannermore Ride
49 km, 1.025 hm, leicht, Dauer: etwas mehr als 4 Stunden. Rundtour ab/bis Königswiesen
Die Route führt durch das Grenzgebiet zwischen Mühl- und Waldviertel und verbindet flüssige Asphaltpassagen mit einem der außergewöhnlichsten Naturjuwele der Region: dem Tannermoor samt Rubener Teich. Wälder, stille Straßen und die wilde Moorlandschaft sorgen für eine abwechslungsreiche Kulisse. Ideal für Einsteiger, Genussfahrer oder als lockere Trainingsrunde – und dennoch mit genügend Höhenmetern, um echtes Mühlviertel-Feeling aufkommen zu lassen.
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3. Kulinarik-Hügelwelt-Tour
49 km, 860 hm, mittel, Dauer: knapp 4 Stunden. Ab/bis Freistadt.
Diese Tour geht über ruhige Nebenstraßen, Schotterstücke und Hügelzüge des Mühlviertels. Ideal für alle, die statt Asphalt lieber abwechslungsreiche Wege und wenig Verkehr suchen. Und Highlights am Wegesrand. Als da wären der extrem filigrane gotische XXL-Flügelaltar in Kefermarkt, das charmante Schloss Weinberg über dem Aisttal sowie der urige Krammerladen als Stopp für regionale Schmankerln. Überhaupt vereint diese Halbtagestour Kulinarik, Kultur und Gravel-Flow aufs Angenehmste.
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3 knackige Rennrad-Touren
1. Rennradtour Donautal
79 km, 1.440 hm, mittelschwer, Dauer: 6 Stunden 20 Minuten. Rundtour ab/bis Peherstorf bei St. Ulrich im Mühlkreis.
Erst die sanften Hügel des Mühlviertels, dann das spektakuläre Donautal: Diese Strecke verbindet zwei der schönsten Landschaftsräume Oberösterreichs. Höhepunkt ist die Passage zur berühmten Schlögener Schlinge, wo die Donau eine ihrer eindrucksvollsten Schleifen zieht. Nach einem entspannten Abschnitt entlang des Flusses führt die Route durch das Tal der Kleinen Mühl zurück ins Granitland. Ideal für Rennradfahrer, die landschaftliche Vielfalt, ruhige Straßen und ein ausgewogenes Verhältnis aus Genuss und sportlicher Herausforderung suchen.
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2. Rennrad-Whisky-Tour
99 km, 1.610 hm, schwer, Dauer: 5,5 Stunden. Rundtour ab/bis Freistadt.
Der Name ist Programm: Die Strecke führt zur Whisky-Destillerie Peter Affenzeller, von der es (hoffentlich nicht zu) beschwingt weiter geht durchs Aisttal, vorbei an der Burgruine Reichenstein und zum Schloss Weinberg. Angesichts der beachtlichen Länge und sportlichen Anstiege, der ruhigen Nebenstraßen und der spannenden Stopps ist das eine Tour für ambitionierte Genussfahrer, die das typische Mühlviertel mit all seinen Wellen und Panoramablicken erleben möchten.
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3. Erwin’s Wadlbeißer-Tour
108 km, 2.057 hm, sehr schwer. Dauer, 8,5 Stunden. Rundtour im nordöstlichen Mühlviertel, Start zum Beispiel am Single-Hotel „Aviva“ in St. Stefan-Afiesl.
Checker, aufgepasst, dies hier ist für euch, schließlich wartet ein permanentes Auf und Ab durch die endlosen Hügelketten rund um Guglwald, Bad Leonfelden, Waxenberg und Oberneukirchen. Eine wahrlich anspruchsvolle Tour für Rennradfahrer, die im österreichisch-tschechischen Grenzland Höhenmeter sammeln und das raue Granitland in seiner ganzen Intensität erleben wollen.
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3 energiereiche E-Bike-Touren
1. Königswieser Hausrunde für Genießer
31 km, 896 hm, leicht, Dauer: knapp 3 Stunden. Rundtour ab/bei Königswiesen.
Perfekt für Einsteiger, Familien oder einen halben Urlaubstag. Trotz der überschaubaren Länge warten typische Mühlviertler Granitlandschaften, stille Wälder und weite Panoramablicke über die sanften Hügel. E-Bikes ermöglichen hier maximalen Genuss bei minimalem Kraftaufwand – ideal zum entspannten Kennenlernen des Velorama-Reviers. Psst: Gravelbiker finden hier aber auch Gefallen. Aber dass sich Touren für mehrere Rad-Typen eignen, ist ohnehin öfter so.
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2. „Die Fischer am Moldaustausee“
Ca. 66 km, 1.200 hm, mittelschwer, Dauer: rund 5 Stunden. Rundtour ab/bis Bad Leonfelden.
Diese Tour verbindet das Mühlviertel mit Südböhmen und zeigt, warum das E-Biken hier besonders reizvoll ist. Nach dem Grenzübertritt warten einsame Schotterwege, tiefe Wälder und idyllische Lichtungen, ehe sich am Moldaustausee spektakuläre Ausblicke eröffnen (und etliche Bademöglichkeiten). Zu den Höhepunkten zählt der traumhafte Abschnitt entlang der Moldau zwischen Fluss und alten Eisenbahnschienen. Auch das Memorial des Eisernen Vorhangs bei Guglwald erinnert an die bewegte Geschichte der Region.
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3. Bierradtour
203 km, 3.300 hm, Dauer: 4 oder 6 Tagesetappen. Rundtour ab/bis Pregarten.
Du hast mehrere Tage Zeit und Lust, neben dem Radfahren auch ausgiebige Stopps zu machen? Dann wär diese auf Genuss spezialisierte Rundtour genau das Richtige. Sie führt nämlich in weitem Bogen von Brauerei zu Brauerei, von Café zu Café und verbindet dabei sanfte Hügel, kleine Dörfer und Wirtshäuser zu einer geschmackvollen Erlebnisreise. Je nach Variante bleibt noch mehr Zeit für Pausen und Verkostungen regionaler Biere, traditioneller Bauernkrapfen, hochwertiger Destillate und feinster Salami.
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Ein weiteres Plus: der (Hoch-)Genuss
„Hoch.Genuss“ ist im Mühlviertel kein Marketingbegriff, sondern ein überprüfbares Versprechen. Produzenten, Wirte und Beherberger verpflichten sich zu klaren Herkunfts- und Qualitätskriterien, und das vom Rindfleisch über Bier bis zur Küche. So entstehen kulinarische Erlebnisse, die tief in der Region verwurzelt sind. Wer mit dem Rad unterwegs ist, trifft ständig auf solch echte Genussadressen: auf die Whiskys von Peter Affenzeller, Biere aus dem Landbrauhaus Hofstetten,handgeschöpfte Bio-Wald-Schokolade oder handwerklich erzeugte Käsespezialitäten regionaler Hofkäsereien.



In Wirtshäusern wie dem „Kulturwirtshaus Pammer“ oder der „Hoftaverne Atzmüller“ wird daraus ehrliche Mühlviertler Küche. „Der Gast soll sich darauf verlassen können, dass dort, wo Regionalität draufsteht, auch tatsächlich die Region drinnen ist“, sagt Markus Obermüller, Geschäftsführer des Tourismusverbands Mühlviertel. Für Biker bedeutet das: lohnende Pausen mit Genuss, Herkunft und Qualität statt beliebiger Raststationen.

Und wo schläft man?
Die Angebotspalette reicht von Bike-Hotels über Campingplätze bis zu gemütlichen Gasthäusern und Ferienwohnungen auf dem Bauernhof. Und mehr noch: Ein Gutteil der Viersternehotels Oberösterreichs liegt, genau: im Mühlviertel! Da wären zum Beispiel das „Genießerhotel Bergergut“ oder das „Hotel Guglwald“.

Ein herausragendes Beispiel für einen neuen Hotelbau ist das „Freigold“ in Freistadt. Wobei das mit dem herausragend wörtlich zu nehmen ist. Über zehn Stockwerke erstreckt sich das 2023 eröffnete Gebäude und überragt damit die nahe Altstadt ebenso wie die Messehalle nebenan und auch sonst die Umgebung. Vorteil: Vom Restaurant im 10. Stock genießen Gäste einen wahrlich grandiosen Blick, ebenso wie von den Saunen, Liegestühlen, Wellnessbereichen im Spa-Bereich. Der befindet sich wie der Outdoor-Pool eine Etage drunter. Und dank auskragender Bauweise und spektakulärem Glasboden in einer eigenen Liga!



Was spricht fürs Wiederkommen?
Eine Menge! Und die seit Mai 2026 verfügbare „Mühlviertel Loyalty App“ macht das Wiederkommen noch leichter. Warum? Bei Besuchen in Ausflugszielen, Gastronomiebetrieben oder bei Aktivitäten sammeln Gäste und Einheimische digitale sogenannte „Stoana“, die gegen Prämien, Vorteile und besondere Erlebnisse eingelöst werden können. Das Prinzip ist einfach: Wer die Region entdeckt, wird dafür belohnt. Wer öfter kommt, kriegt mehr Stoana …

Besonders interessant sind die ständig neuen Challenges, die hier ausgerufen werden. Dazu zählen Gipfel sammeln, besondere Aussichtspunkte besuchen, regionale Genussbetriebe entdecken oder – Biker aufgepasst! – mehrere Orte entlang einer Radroute ansteuern. So wird jeder Ausflug zum kleinen Spiel und der nächste Besuch fast schon zur logischen Fortsetzung.

Das muss auch nicht immer Radfahren sein. Wie wäre es mit Wandern (etwa auf dem preisgekrönten „Erlebnisweg Moorwald“ bei Bad Leonfelden), gern auch in der Variante Pilgern (es warten sieben Pilgerwege und bei der Burgruine Prandegg sogar Pilgerkojen zum Übernachten) oder mit Alpakas (Tipp: die Almblick-Alpakas der Familie Viehböck in Schönau). Und an Ausflugsattraktionen gibt es im Mühlviertel ohnehin keinen Mangel.

Die Palette reicht von den altehrwürdigen Patrizierhäusern von Freistadt über die nostalgische und weltweit einmalige Pferde-Eisenbahn (insbesondere die liebevoll restaurierten Gewölbestallungen im Scheitelbahnhof Kerschbaum) bis zur Villa Sinnenreich, bei der sich die eigene Wahrnehmung auf überraschende Weise erkunden lässt, und zum Wassererlebinspark Brückmühle bei Pregarten. Genug Ideen also, das Rad auch mal den einen oder anderen Tag stehen zu lassen …
Du willst noch mehr über das Mühlviertel erfahren? Wir haben da was für dich: etwa eine Story über tagelanges Wanderreiten. Oder über einen ebenso entspannten wie spannenden Aufenthalt im Falkensteiner Hotel …
Fotos: © TVB Mühlviertel/Alexander Kaiser, Christian Haas, Peter Affenzeller (Julia Traxler und Ines Thomsen),
Hotel Freigold (Peter Christian Mayr, Roland Wimmer und Oliver Weberberger)
Velorama
INFOS Velorama
Velorama, velorama.at
Tourismusverband Mühlviertel, Hauptplatz 19, A-4190 Bad Leonfelden,
Tel.: +43 (0) 5 07263, muehlviertel.at
Oberösterreich Tourismus, oberoesterreich.at
Ob Zug, Flug, Bus oder mit dem eigenen Auto – so reist man am besten nach Oberösterreich: oberoesterreich.at/anreise.html
